Die Veröffentlichung von „Call of Duty: Modern Warfare 4“ erfolgt in mehreren Etappen, wobei DMZ bereits vor dem offiziellen Release des Spiels verfügbar sein wird. Spieler, die eine digitale Version des Spiels vorbestellt haben, können den Extraction-Shooter-Modus ab dem 20. Oktober ausprobieren.
DMZ wird nicht der einzige Inhalt von „Modern Warfare 4“ sein, der vorzeitig freigeschaltet wird. Die Kampagne ist ab dem 16. Oktober verfügbar, der Vorabzugang zu DMZ beginnt vier Tage später und die offizielle Veröffentlichung des Spiels sowie der Start des Multiplayer-Modus sind für den 23. Oktober vorgesehen.
DMZ erhält vor dem Start des Multiplayer-Modus ein eigenes Zeitfenster
Ein Vorabzugang zur Kampagne wurde in der „Modern Warfare“-Reihe bereits zuvor angeboten. Der Fall von DMZ sticht jedoch hervor, weil hier ein Multiplayer-Modus noch vor der offiziellen Veröffentlichung freigeschaltet wird. Spieler, die eine digitale Version vorbestellt haben, bekommen drei Tage Zeit, um sich mit DMZ vertraut zu machen, bevor der reguläre Multiplayer-Modus startet.
Dieser Zeitplan sorgt dafür, dass die drei wichtigen Bestandteile von „Modern Warfare 4“ voneinander getrennt werden. Kampagne, DMZ und Multiplayer-Modus konkurrieren dadurch nicht am selben Tag um Aufmerksamkeit. Wer den Extraction-Modus ausprobieren möchte, kann ihm somit Zeit widmen, bevor die eigentliche Progression im Multiplayer beginnt. DMZ könnte vor der allgemeinen Veröffentlichung des Spiels außerdem mehr Aufmerksamkeit von Streamern und Zuschauern erhalten. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um einen möglichen Vorteil dieser Entscheidung und nicht um ein Versprechen des Studios.
Die separate Progression könnte vom ersten Tag an wichtig sein
DMZ wird über ein Progressionssystem verfügen, das von den anderen Bereichen des Spiels getrennt ist. Der Vorabzugang bietet daher nicht nur kurz die Gelegenheit, sich den Modus vor der Veröffentlichung anzusehen. Wer während der drei zusätzlichen Tage aktiv spielt, könnte potenziell mehr Gegenstände ansammeln und die Karte besser kennenlernen.
Dieses Wissen und das aufgebaute Inventar könnten am 23. Oktober einen Vorteil verschaffen, wenn Spieler ohne Vorabzugang zum Modus hinzukommen. Teilnehmer, die bereits mit der Umgebung vertraut sind, können sich möglicherweise schneller auf der Karte orientieren und besser einschätzen, wohin sie sich während der Partien bewegen sollten. Konkrete Angaben zum Fortschrittstempo oder Daten, mit denen sich die Größe dieses Vorteils beurteilen ließe, wurden allerdings nicht genannt.
Die gezeigte „Single Squad Mission“ war keine öffentliche PvE-Playlist
Eine weitere Unklarheit rund um DMZ wurde in einer von „Infinity Ward“ veranstalteten Frage-und-Antwort-Runde auf der Plattform „Reddit“ thematisiert. Spieler erkundigten sich nach der Möglichkeit einer reinen PvE-Playlist, in der sie nicht auf andere Menschen treffen müssten.
Die Frage kam auf, nachdem in einem früheren Gameplay-Präsentationsvideo die Menüoption „Single Squad Mission“ entdeckt worden war. Ihre Bezeichnung ließ vermuten, dass es sich um eine separate DMZ-Variante für ein einzelnes Team handeln könnte. In einem späteren Trailer war diese Option jedoch nicht mehr zu sehen.
„Infinity Ward“ erklärte, dass die im Video gezeigte Option eine interne Entwickler-Playlist gewesen sei. Sie ist für Studiomitarbeiter vorgesehen, die allein einer Partie beitreten und am Spiel arbeiten müssen. Für die öffentliche Nutzung war dieser Menüpunkt daher nicht gedacht.
Diese Erklärung bezieht sich ausdrücklich auf die gezeigte Option „Single Squad Mission“. Sie bestätigt nicht die weitergehende Behauptung, dass „Modern Warfare 4“ grundsätzlich keine separate PvE-Playlist bieten könnte. Bestätigt wurde lediglich, dass der im Gameplay-Material festgehaltene Menüpunkt für die Entwickler und nicht für die Spieler bestimmt war.
Ohne Teamkameraden zu spielen bedeutet keine PvE-Sitzung
In der finalen Version von DMZ können Spieler die automatische Teamauffüllung deaktivieren und einer Partie ohne Teamkameraden beitreten. Diese Option garantiert jedoch keine Sitzung, in der keine anderen Spieler anwesend sind. Wer allein startet, landet trotzdem in der gemeinsamen DMZ-Umgebung. Diese Möglichkeit sollte daher nicht mit einem reinen PvE-Modus verwechselt werden.
Der Autor von „Eurogamer“ bewertete die Erklärung der Entwickler skeptisch. Fragen warf für ihn auf, dass die interne Playlist über ein eigens dafür erstelltes Symbol verfügte und dieser Teil des Menüs im öffentlich gezeigten Gameplay-Material weder verborgen noch unkenntlich gemacht worden war. Elemente, die in Aufnahmen hinter den Kulissen nicht gezeigt werden sollen, werden häufig verdeckt. In diesem Fall geschah das jedoch nicht.
Bei diesen Umständen handelt es sich um die vom Autor vorgebrachten Argumente und nicht um einen Beweis dafür, dass eine für Spieler bestimmte PvE-Variante entfernt wurde. Die offizielle Position von „Infinity Ward“ bleibt unverändert: Bei der gezeigten „Single Squad Mission“ handelte es sich um eine interne Entwickler-Playlist, und durch das Deaktivieren der Teamauffüllung werden andere Spieler nicht aus den DMZ-Partien entfernt.
Wann und für welche Plattformen „Modern Warfare 4“ erscheint
Wer bereits am 20. Oktober mit DMZ beginnen möchte, muss eine digitale Version von „Modern Warfare 4“ vorbestellt haben. Die offizielle Veröffentlichung des Spiels ist für den 23. Oktober auf PC, PS5, „Xbox Series X/S“ und „Switch 2“ vorgesehen. Am selben Tag wird auch der Multiplayer-Modus verfügbar.
